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Als 1962 unser Verein aus der Taufe gehoben, war ich noch recht gut aufgehoben. Zum einen hatte ich noch Schwein: Zum Kegeln war ich einfach noch zu klein,
zum anderen war mein Vater in jenem Jahr nur einfach ein Mitglied, ein aktiver Kegelstar.
Wenige Jahre später dann seine Laufbahn als Vereinsvorsitzender begann.
Und warten braucht’ er nur ein paar Jahr, da war’n wir zu Dritt in der Kegelschar. Als wir nun endlich vollständig war’n, gab’s hauptsächlich für uns nur Kegelbahn’n.
Jetzt begannen erst richtig die Qualen: Zum Mittagesseb gab’s Superzahlen. Selbst unsere Mutter wurde nicht verschont, schon bald war auch sie die “Glatten” gwohnt.
Bei einem jedoch konnte er tun und lassen: Unser Hund bekam die Kugel einfach nicht zu fassen. Und wenn für Papa eine wichtige Meisterschaft rief, die Nacht davor er fast gar nicht mehr schlief.
Ist nun für ihn die aktve Zeit auch vorbei, so schwitzte er hinter der Bahn noch für drei. Und aktiv war er eigentlich noch immer, der Zeitdruck im Terminplan wurd immer schlimmer.
Beim WKV da; zur Gautagung hier; man merkte, einen Hubschrauber gebräuchten wir. Denn am Wochenende wurd’s schlicht zum Skandale, da hieß es bei uns nur: “Hier Kegelzentrale”.
Drückte uns mal hier und mal da der Schuh, bei Vater gab’s Rat, er setzte sich noch lang nicht zur Ruh. Denn bei vielem gibt’s eines, das besonders er liebt:
“Wie schön, daß es die Kegelbahnen gibt!” Und kegelte sein Jüngster gar 1.434 Holz, dann schwillte seine Brust so voller Stolz. Jahrelang war sein Motto, ich glaub ihr könnt’s erahnen:
“Was wären wir wohl ohne Kegelbahnen?”
(von Gabi Schlüter)
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