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Blüte und Bewährung, Teil 2

So wie im Osten unseres Vereinsgebietes in Lengerich, so entwickelte sich im Westen, in Hopsten, eine dritte starke Klubposition, die Kegelsportfreunde, KSF Hopsten. Dieser Klub wuchs ab 1971 um die Person Heinz Kockmann, der von den Anfängen in 1962 im Klub “Alles Wackelt Ibbenbüren” mit dabei war und immer vorne mitspielte. Damit waren die allerbesten Voraussetzungen gegeben, zumal der Heinz eigene Bahnen betrieb und der Bazillus Sportkegeln weder seine Frau Christa noch seine Söhne Frank und Thorsten und später auch Marc verschonte. Also, alles wie bereits in den Familien Schlüter und Rehkopf gehabt: Keglerfamilie total.

KSF Hopsten, 1.Damen-Mannschaft: Aufstieg in die Oberliga 1983, v.l.: Maria Büscher, Gitta Schlott, Maria Schröder, Christa Kockmann, Hannelore Boß, Rita Beer, Christa Bruns.

Mit der Erweiterung der Bahnanlage 1975 bekam die sportliche Entwicklung beim KSF Hopsten einen zusätzlichen Schub. Reinhard Kockmann (“Bimbo”) nahm sich der Jugendlichen an, die dann mit Christa Bruns und Frank Kockmann bald von sich reden machten, so Christa als Mitglied in der Jugend-Nationalmannschaft und Frank in der Klasse Jugend B als zwiefacher WKV-Meister. Die 1.Damen-Mannschaft schaffte 1983 den Sprung in die Oberliga, den 1986 auch die 1.Männer-Mannschaft nachvollzog mit Walter Wösting, Helmut Meck, Heinz und Frank Kockmann, Klaus Rieping, Heinz Hergemöller und Johann Schlott.

Aufgrund eines energischen Endspurts konnte diese Klasse in diesem Jahr erhalten werden. Dieses gelang nicht zuletzt wegen der permanent guten Leistungen von Heinz Kockmann, die dieser über 25 Jahre brachte. Ein Blick in die Geschichtsbücher der Tecklenburger Sportkegler zeigte, daß kein Name so häufig erschien, wie der von unserem Heinz.

Die Hopstener Damen standen zwischenzeitlich dreimal im Endkampf um den Gaupokal, der dann 1981 auch gewonnen wurde.

In der Nachbarschaft zu Hopsten waren bereits 1962 die Recker Freunde mit von der Partie. Willi Werdeling, Bernhard Puckert, Erich Starke waren u.a. die Männer der ersten Stunde, die früher im Klub Recke-Espel, danach KSC Recke die sportliche Kugel schoben.

In den ersten Jahren der Liegenspiele gab es bei den Reckern das Kuriosum, daß in Ermangelung einer Doppelbahn auf zwei ca. 2km voneinander getrennt liegenden Einzelbahnen gekegelt wurde: 50 Kugeln bei Forsmann, dann mit dem Auto zum Bahnwechsel nach Happus-Krekemeyer. Dieses Kuriosum war jedoch nur von kurzer Dauer. Man wechselte zum Haus Berghof (Hoppe-Rethmann) in Ibbenbüren und war froh, als endlich auch in Recke und Steinbeck Doppelbahnen gebaut wurden und so wurde dann in dieser Reihenfolge bei Greve, Gronheid und bei Stroot gekegelt.

Die Männermannschaften des KSC Recke kegelten mit wechselndem Erfolg in den verschiedenen Klassen. Die “Oldtimer” Bernhard Puckert, Willi Werdling, Erich Starke

KSF Hopsten, 2.Mannschaft; Aufstieg in die Bezirksliga 1987; stehend v.l.: Heinz Beer, Johann Schlott, Robert Willmann, Michael Ebbeler, Heinz Hergemöller; knieend: Horst Beer, Reinhard Kockmann.

und auch Clemens Kortemeier spielten in den beiden Seniorenklassen eine dominierende Rolle. Durch BKSA-Starts hält man sich fit und so konnten sie im Jahr 1987 bereits etliche Gold-Wiederholungen verbuchen: Bernhard Puckert 615, Clemens Kortemeier 470 und Willi Werdeling 280.

In Wettringen waren es die Kegelfreunde Heinz Ahlers und Heinz Möhring, die die ersten Sportkugeln schoben und Gleichgesinnte um sich scharten. 1971 wurde der KSC Blau-Weiß Wettringen gegründet, der auch heute noch, also schon über 30 Jahre, auf den Bahnen bei Niehues-Winter sein Zuhause hat. Und seit einigen Jahren verfügt auch Niehues-Winter über eine 4-Bahnen-Anlage.

Der SKK Eintracht Ibbenbüren war der mitgliederstärkste Klub und zählte von Beginn an zu den tragenden Säulen unseres Vereins. Er entstand aus dem Zusammenschluß der Klubs “Feierabend” und “Schiebelust”. Der Eintracht schlossen sich später an: “Berghof”, “Ruck Zuck”, “KSC Püsselbüren”, “Linken Pinn” und teilweise “Alles Wackelt”.

SKK Eintracht Ibbenbüren, 1.Mannschaft; hint.Reihe v.l.: Josef Hunfeld, Jürgen Ohlemeyer, Klaus Finger, Walter Temp; vord.Reihe: Ulrich Berlekamp, Heinz Verlemann, Michael Schlüter.

Diesen Klubs entstammen die Vereinsgründer und die mit Abstand größte Zahl der über viele Jahre tätigen Vorstandsmitglieder. Der Klub stellte über 25 Jahre hinweg die größte Zahl der Meister und Meisterinnen, gleichermaßen bei den Vereins- wie bei den überörtlichen Meisterschaften. Durch den Abgang von Spitzenkeglern wie Werner Schmedt, Klaus Rieping und Joachim Brügge zum benachbarten Bundesligaklub in Münster hatten wir immer wieder einen schmerzhaften Aderlaß zu verkraften. Doch durch die jahrelang im Klub betriebene Jugendarbeit, um die sich vor allem die Brüder H.-Georg und Michael Schlüter verdient gemacht haben, wuchsen immer wieder neue Talente nach. Wir denken da an Achim Meyer, Andre Verlemann, Oliver Müller-Nedebock.

Die erste Männermannschaft verpaßte immer mal wieder den Aufstieg in die Oberliga - eine Klasse, in der die Eintrachtler in der Vergangenheit wiederholt gut mitspielten. Dieses gelang allerdings kurze Zeit später wieder und einmal konnte die Eintracht auch ein kurzes Gastspiel in der NRW-Liga abliefern. Erwähnen muß man aus diesem

Zeitabschnitt besonders Josef Hunfeld, der über Jahre hinweg konstant gute Leistungen brachte und diverse Senioren-Einzeltitel bei Bezirks- und Gaumeisterschaften erringen konnte. Auf diesen Leistungsträger konnte der Gau und WKV weder bei nationalen noch bei internationalen Vergleichskämpfen verzichten. Jürgen Ohlemeyer, vieljährige Nr. 1 des früheren Klubs Linken Pinn, erlebte in den 80-er Jahren seinen dritten Frühling mit Vereins- und mehreren überörtlichen Meisterschaften im Einzel- wie Mannschaftswettbewerb.

Doch auch die Damen hielten im Klub Eintracht hervorragend mit. 1976 stellte man bei einem Altersdurchschnitt von 15,4 Jahren die mit Abstand jüngste Riege. Nach einigen Jahren des Aufschwungs schafften es die Eintracht-Damen bis in die Oberliga und hätten auch fast den Sprung in die NRW-Liga geschafft. Und auch diverse Titel bei überörtlichen Meisterschaften konnten errungen werden. Hierbei müssen besonders Maria Schmedt, Gabi Schlüter und auch Bertchen Gilke (dritte bei der Gaumeisterschaft 1987 in Bielefeld) erwähnt werden.

Nachdem die Eintrachtler viele Jahre auf den Bahnen “Am Aasee” zu Hause waren, wechselte man 1986 aus triftigen Gründen auf die Vier-
Bahnen-Anlage des Hauses Antrup in Ibbenbüren-Dickenberg.

Weitere Klubs schrieben Vereinsgeschichte, so “Falke Saerbeck” und der “KSC Borghorst”, die sich jedoch 1981 und 1982 verselbständig-
ten. 1983 folgte der “KSC Lengerich”. Die Gründe für diese Klub-
Abgänge lagen vornehmlich in den unterschiedlichen Sportförderungs-
maßnahmen seitens der Kommunen und der örtlichen Sport-Groß-
vereine, auf die unsere ehemaligen Klubs nicht verzichten konnten und wollten. Wenn auch zunächst ein Wermutstropfen verblieb, so muß doch zurückblickend diese Entwicklung positiv gesehen werden. Alle diese Klubs haben sich in den neuen Einbindungen nicht nur gehalten, sondern teilweise auch deutlich weiterentwickelt. Im Sportverkehr und auf gesellschaftlicher Ebene blieben die Tecklenburger diesen Klubs mit Sympathie verbunden.

Aus den Darstellungen der Klubs läßt sich unschwer die Bedeutung der Klubs in unserem Verein erkennen. Doch der Verein ist das Haus für alle; jede Vereinsführung muß letztendlich viele Dinge veranlassen, koordinieren, durchführen und verantworten.

Damen-Mannschaft des SKK Eintracht Ibbenbüren im Jahr 1987, v.l.: Maria Schmedt, Ilse Haas, Bertchen Gilke, Gabi Schlüter, Irmgard Luther, Christel Richter.

Unser Verein hatte in der Person Paul Schlüter als ersten Vorsitzenden 20 Jahre eine große Konstante. Seine Verdienste um unseren Verein und um den WKV wurden durch die Verleihung des Goldenen WKV-Verdienstabzeichens gewürdigt. Durch diese Konstante wirkten sich zwangsläufig sich ergebende Wechsel in anderen Vorstandsämtern nicht gravierend aus. Erwähnen möchten wir in diesem Zusammenhang Personen, die sich um den Verein in vielen Jahren verdient gemacht und noch keine Bennenung gefunden haben: Marianne Sander und Carola Ohlemeyer, Maria Schröder, Hermann Hindrinks, Franz Richter, Walter Wösting, Manfred Stallmeier, und viele andere, die hier nicht aufgeführt sind.

Den heutigen Vorstand findet ihr noch an anderer Stelle unserer Homepage.