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Das BKSA - eine Tecklenburger Spezialtität

Die Ausrichtung von offiziellen Veranstaltungen zum Erwerb des “Bundeskegelsportabzeichens” war jahrelang eine überregional bekannte Spezialtität unseres Vereins. Nachdem in den Jahren 1960 und 1961 etwas 20 Tecklenburger über den Erwerb des BKSA zum Sportkegeln fanden, richtete der junge Verein im Sommer 1962 die erste Veranstaltung in eigener Regie aus.

Bis 1961 wurden in der Männerklasse 200 Kugeln in die vollen gekegelt, ohne Gassenzwang. Für Bronze waren 1.325 Holz, für Silber 1.375 und für Gold 1.400 Holz notwendig. Aus heutiger Sicht ein Spaziergang - vor über 40 Jahren und unter den seinerzeit weniger ausgewogenen und gepflegten Bahnverhältnissen noch absolut keine Selbstverständlichkeit. Erst ab Ende 1961 wurde das kombinierte Kegeln verlangt. Für Gold wurden 1.100 Holz verlangt. Vorsicht, 1.100 Holz waren schon eine stramme Leistung, da es noch keine Kranzwertung gab, d.h. der König mußte auch geräumt werden.

200. BKSA-Veranstaltung der Tecklenburger 1986 in Ibbenbüren “Am Aasee”

Also: Ab 1962 begannen wir mit der Ausrichtung von BKSA-Veranstaltungen und damit nahm eine Entwicklung ihren Lauf, die niemand vorausahnen konnte. Bei dem unermüdlichen Eifer und Einsatz des Tandems Theo Steinfort und Wilhelm Lankamp wurde die 50. BKSA-Veran-
staltung 1970, die 100. im Jahr 1975, 1981 dann die 150., die 200. Veranstaltung im Jahr 1986 und 1995 dann bei Antrup auf dem Dickenberg die 250. BKSA-Veranstaltung. Heute steht der Verein bei 270 ausgerichteten BKSA.

In den ersten 25 Jahren hatten wir rund 27.000 Starter und Starterinnen begrüßen können, wovon weit über die Hälfte von

auswärtigen Vereinen, einige mit Anreisen über 300 km, zu uns kamen. Unsere BKSA-Veranstaltungen waren deshalb so beliebt, weil diese von Theo Steinfort bestens organisiert und von ihm hervorragende Bahnverhältnisse geschaffen wurden, wodurch die Erfüllerquote bei uns im allgemeinen überdurchschnittlich hoch lag.

An Startgeld wurden in den ersten 25 Jahren ca. 275.000 DM eingenommen, wovon der DKB allein ca. 90.000 DM kassierte. Dem Verein verblieben nach Abzug weiterer erheblicher Kosten in Höhe von ca. 145.000 DM noch knapp 40.000 DM, die zur Deckung allgemeiner Kosten und zur Förderung der Jugendarbeit verwendet wurden.

Fürwahr, eine gigantische Arbeit, die da geleistet wurde und von Außenstehenden kaum richtig und gebührend eingeschätzt werden kann. Der Verein nahm 1987 sein 25-jähriges Jubiläum zum Anlaß, denen, die mitgeholfen haben, diese Riesenarbeit zu bewältigen, herzlich zu danken, allen voran natürlich unserem BKSA-Beauftragten Theo Steinfort, der im Jahr 2000 im Alter von 89 Jahren leider verstarb.

Theo war nicht nur klasse als BKSA-Ausrichter, sondern stellt auch innerhalb des Vereins mit über 1.000 Gold-Wiederholungen einsame Spitze dar.

Dank gilt aber auch allen, die durch ihre Teilnahme ihr Interesse am Sport bekundet haben. Dank gilt auch den Bahnbesitzern, die uns bei der Ausrichtung durch die Bereitstellung ihrer Bahnen wesentliche Hilfe und Unterstützung gegeben haben.

 

1984: Otto Kelch, Osnabrück, ehrt 4 Tecklenburger für zusammen 2.130 BKSA-
Goldwiederholungen. V.l.: Otto Kelch, Erwin Bredemann (500 W), Clemens Kortemeier (330 W), Bernhard Puckert (500 W), Theo Steinfort (800 W)